Der wissenschaftliche Mitarbeiter Alexander Kaiser (Professur für Wandel und Nachhaltigkeit) wurde für den Konferenzbeitrag „Accounting for Undesirable Outputs in Irish Agricultural Productivity: A Non-Parametric Index Approach“ mit dem Preis für das beste „PhD Student Paper“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der 13. Konferenz der European Society for Ecological Economics in Turku, Finnland.

Das in Kooperation mit Teagasc (Agriculture and Food Development Authority of Ireland) entstandene Paper berücksichtigt für die Produktivitätsermittlung irischer Landwirtschaftsbetriebe neben den „good outputs“ (z.B. Produktionsoutput) auch „bad outputs“ (z.B. Stickstoffüberschüsse).

Hintergrund der Arbeit sind die zunehmenden Anstrengungen ökologische Ziele in die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union zu integrieren. Gleichzeitig bleibt das Hauptziel der GAP die Produktivität landwirtschaftlicher Betriebe zu steigern. Um mögliche Zielkonflikte aufzudecken ist eine Integration ökologischer Faktoren in die Produktivitätsmessung unverzichtbar. In dem Paper werden daher Stickstoffüberschüsse, die u.a. Bodenerosion und Treibhausgase verursachen, als „bad output“ in die nicht-parametrische Produktivitätsmessung (Malmquist-Luenberger Produktivitätsindex) für ein Sample von 437 irischen Höfen integriert. Für den Zeitraum 2006 bis 2016 wurde ein Rückgang der ökologischen Produktivität von ca. 3% festgestellt. Das Paper wurde 2020 im Journal of Applied Business and Economics, 22(6), veröffentlicht.

Zur Person

Alexander Kaiser beschäftigt sich in seiner Forschungsarbeit mit Fragen zu nachhaltiger Entwicklung. Er strebt eine Promotion im Kontext negativer Effekte von Arbeitsteilung und Spezialisierung für die Organisation einer nachhaltigen Gesellschaft an. 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Wandel und Nachhaltigkeit
Institut für Entwicklung zukunftsfähiger Organisationen
Fakultät für Wirtschaft- und Organisationswissenschaften


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