Abstract

Additiv gefertigte Bauteile aus AlSi10Mg weisen meist eine sehr hohe Festigkeit mit allerdings begrenzter Zähigkeit auf. Durch die rasche Erstarrung und das nachfolgende Halten bei erhöhter Temperatur findet während der additiven Fertigung bereits eine Ausscheidungshärtung statt. Häufig wurden Proben aus diesem Werkstoff im Anschluss an die additive Fertigung wärmebehandelt. Dabei wurde stets eine Zunahme der Zähigkeit erreicht, allerdings verbunden mit einem deutlichen Verlust an Festigkeit. Im Rahmen dieser Arbeit wurden systematisch die Parameter einer Ausscheidungshärtung variiert, um eine möglichst optimale Wärmebehandlung zu finden. Die Versuche zeigten unter anderem, dass die Dauer des Lösungsglühens gegenüber den Vorgaben für klassische Gussteile deutlich verkürzt werden kann.