AdaptNow 2024


Im April 2024 fand in Bregenz das dritte Partnertreffen des Projekts ADAPTNOW (ADAPTation Capacity Strengthening for Highly Affected and Exposed Territories in the Alps NOW) statt, bei dem Vertreter aus fünf Alpennationen zusammenkamen, um sich über Klimaanpassungsmaßnahmen für stark betroffene und exponierte Regionen in den Alpen auszutauschen. Im Mittelpunkt des Projekttreffens stand der Workshop „Community Engagement and Communication“.

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Abb.1: Naturengefahrenmodell (links) sowie die Versickerungsversuche (rechts)

Unter der Leitung von Dr.-Ing. Ivo Baselt beschäftigte sich die Projektgruppe mit den aktuellen Herausforderungen bei der Sensibilisierung, Motivation und Aktivierung der Bevölkerung für die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen. Darauf aufbauend wurden Erfahrungen zu persönlichen, administrativen und technischen Hemmnissen gesammelt, bevor im Rahmen der Projektgruppe Lösungsstrategien erarbeitet wurden.

Anschließend stellten Mitarbeiter des Lehrstuhls für Hydromechanik und Wasserbau verschiedene interaktive Kommunikationsmedien und Ansätze zur Risikosensibilisierung und -vorsorge vor. Um beispielsweise das Bewusstsein für Gefahren und Schäden durch Hochwasser oder Murgänge zu schärfen und mögliche Schutzmaßnahmen zu demonstrieren, wurden unter anderem interaktive Modelle des Wasserbaulabors wie das Naturgefahrenmodell (Abb.1 + 2) und das Sturzflutmodell (Abb.3) sowie Versickerungsversuche zur Veranschaulichung der Wasserdurchlässigkeit verschiedener Böden (Abb.1) eingesetzt. Darüber hinaus wurden serverbasierte Anwendungen als neue Wege der interaktiven Online-Kommunikation vorgestellt, wie das KI-Tool Midjourney zur Erzeugung von Bildern mit Hilfe künstlicher Intelligenz oder das 3D-Webspiel MurGame, das Risikomanagement in Form eines Serious Games vermittelt.

Naturgefahrenmodell.jpg                  Sturzflutmodell 2.JPG

Abb. 2: Naturgefahrenmodell                                                                                                       Abb.3: Sturzflutmodell

Die französischen Kollegen aus Auvergne Rhone-Alpes moderieren das von ihnen entwickelte Tool ClimaSTORY. ClimaSTORY ist ein pädagogisches Hilfsmittel zur gemeinsamen Reflexion über die Auswirkungen des Klimawandels. ClimaSTORY wurde für alle Arten von territorialen Akteuren entwickelt und ermöglicht es, eine fiktive Region aus der Perspektive des Klimawandels und der Anpassungslösungen für 5 Themen wirtschaftlicher Aktivitäten zu betrachten: Land- und Forstwirtschaft; Industrie; Tourismus, Handel und Handwerk; Sicherheit und Gesundheit; Planung, Ressourcenmanagement und Biodiversität.


Bilder: Eigene Aufnahmen